Kulturhistorischer Stadtrundgang in Willisau

Auf den Spuren der Vergangenheit mit Dr. Kurt Messmer

Wenn eine Stadtführung mit Kurt Messmer auf dem Programm der Seniorendrehscheibe steht, braucht man sich um genügend Interessenten keine Gedanken zu machen. So auch am vergangenen Mittwoch, 9. Mai 2012. Mehr als 40 Kultur interessierte Seniorinnenn und Senioren folgten der Einladung nach Willisau und sie brauchten ihr Kommen wahrlich nicht zu bereuen. Alle  folgten sie gespannt den lebendig vorgetragenen Ausführungen auf dem Weg übers Untertor über das Rathaus zum Adler mit den Bauernführern, vom Obertor über die Kirchgasse hinauf zur Schlossscheune, hinüber zum ehemaligen Schlosshoger und wieder hinunter, den Balkonen für die Kranken entlang zurück zum Rathaus. Alles in allem ein Anlass, der geradezu nach einer Fortsetzung, zum Beispiel in Beromünster, ruft.

Die Legende zur Heiligblutkapelle

Nach der Legende sollen am 7. Juli 1392 drei Männer Karten gespielt haben. Weil einer von ihnen sein ganzes Geld beim Spiel verlor zog er sein Schwert, stiess es in die Luft und rief es solle den Leib Christi durchbohren. Sogleich fielen fünf Blutstropfen auf den Tisch der Spieler. Der Gotteslästerer Ueli Schröter soll unter schrecklichem Getöse vom Teufel geholt worden sein. Beim Versuch, die fünf Blutstropfen wegzuputzen, wurde der zweite Spieler vom Schlag getroffen, während der Dritte, von Läusen zu Tode gemartert, auf der Schwelle des Stadttores zusammenbrach. Die Blutstropfen die der Ortspfarrer aus der Tischplatte herausschnitt werden in der Heilig-Blut-Monstranz aufbewahrt. Jedes Jahr findet am zweiten Sonntag nach Pfingsten eine grosse Sühneprozession statt - der Willisauer Ablasstag.
Rund 100 Jahre nach der Freveltat wurde die hölzerne Kapelle durch einen gotischen Bau ersetzt. Die heutige Kapelle stammt aus dem Jahre 1674, ist noch stark der Renaissance verpflichtet und besitzt eine offene toskanische Vorhalle. Die drei hölzernen Frühbarockaltäre entstanden wenige Jahre später. Acht Oelgemälde mit der Heilig-Blut-Legende schmücken die Wände. Die bemalte Holzdecke wurde 1854 eingesetzt. Die 70 Bilder von Anton Amberg aus Dagmersellen stellen vor allem biblische Szenen, die Apostel und die Nebenpatrone der Kapelle dar.

Wer findet bei den Bildern die richtige Reihenfolge?

Fitness-Schnuppertraining ein voller Erfolg

Die Seniorendrehscheibe rief auf Montag, 19. März 2012 zum Schnuppertraining - und 20 Seniorinnen und Senioren folgten dem Aufruf, diesmal ins Medical-Trainingscenter von Pieter Keulen. Und der Chef selbst liess es sich denn auch nicht nehmen, den zweigeteilten Kurs selber zu leiten. Mit seiner dynamischen Art und seiner Überzeugungskraft wusste er alle Beteiligten schon von Beginn weg zu fesseln und davon zu überzeugen, dass man, egal wie alt man ist, jederzeit anfangen kann, seinen Körper zu belasten und schon in relativ kurzer Zeit Fortschritte zu erzielen. Am Schluss waren sich jedenfall alle einig - ein Einstieg ins Fitnesstraining lohnt sich zweifellos, auch wenn einem ein Erfolg nicht von heute auf morgen in den Schoss fallen wird.

Bildeindrücke aus dem Schnupperkurs

Höre nie auf - neu anzufangen!

 

Th. StuderTheres Studer, astrologische Psychologin aus Ruswil zeigte in ihrem äusserst interessanten Vortrag Entwicklungsschritte im Leben auf und gab wertvolle Tipps für ein sinnvolles Verhalten im Alter. Sie verglich das Menschenleben mit den vier Jahreszeiten, jede 18 Jahre dauernd. Der Frühling beginnt bei der Geburt, der Sommer mit dem Eintritt ins Erwachsenenleben, mit 36 trete der Mensch ins Alter des Bewusstseins, ab 54 zeichne er sich durch seine Individualität aus und sei Vorbild für andere. Das Erreichen des 72. Altersjahres bezeichnete sie als spirituelle Geburt. Da trete man als gereifte Persönlichkeit in eine zweite Spirale ein, sozusagen in die fünfte Jahreszeit. Von Bedeutung sei, dass ein Mensch weiterhin in einem gesunden Mass ein sinnerfülltes Leben pflege, Bildungs- und Sportangebote nutze oder auch freiwillige Einsetze annähme. Sie mahnte aber, dass Veränderungen im Alter in kleinen Schritten zu vollziehen sind, da man sonst leicht das Gleichgewicht verliere. Im Terminkalender dürfe sich jeder mindestens einen halben Tag pro Woche für sich selbst reservieren ohne dafür jemandem Rechenschaft ablegen zu müssen. Sich selbst lieb zu sein und sich zwischendurch mal selbst auf die Schulter zu klopfen, habe man im Seniorenalter mehr als verdient.
Veranschaulicht durch das Bild von Wandtafel, Schwamm, Wasser, Eimer und Fluss liess die Referentin die Anwesenden meditativ das Ritual vom Loslassen und Neuanfang erleben.
Alle 40 Anwesenden waren begeistert von dem lehrreichen und kompetent vorgetragenen Referat.

Besichtigung REGA-Einsatzzentrale

Die mit 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sehr gut besuchte und von Verena Meister glänzend organisierte Besichtigung im Flughaben Kloten war ein voller Erfolg. Alle Beteiligten gingen im Bewusstsein nach Hause, ihre Mitgliedschaft bei dieser segensreichen Organisation sicher zu erneuern oder, sofern bisher noch nicht dabei, demnächst zu beantragen.